Totenehrung in Schweinheim

Erinnerung, Trauer und Mahnung – vor allem an den jüngeren Generationen

Totenehrung in Schweinheim

 

Anlässlich des Volkstrauertages sind zahlreiche Vereine mit Fahnenabordnungen, sowie Bürgerinnen und Bürger der Einladung des Schweinheimer Vereinsrings und dem VdK Schweinheim, zur Totenehrung am Ehrenmal des Friedhofes gefolgt. Die Reservistenkameradschaft Schweinheim hielt traditionell die Ehrenwache.

Vereinsringsvorsitzender Eric Leiderer hob bei der Begrüßung, neben der Erinnerung und der Trauer der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, besonders die Mahnung hervor. Es verwies auf die jüngsten Terrortaten rechtsextremer Nationalisten, wie die Ermordung des Kasselers Regierungspräsidenten Walter Lübcke und den Anschlag in Halle, bei dem zwei Menschen ihr Leben lassen mussten und eine noch größere Menge das Ziel hatte.

Die Bürgermeisterin Jessica Euler appellierte in ihrer Gedenkrede an unsere gesellschaftliche Aufgabe, die uns die Opfer der beiden Weltkriege hinterlassen haben, uns für eine Welt einzusetzen, in der Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit herrschen. Sie betonte es als großes Geschenk, dass wir seit 74 Jahren Frieden in unserem Land haben und dafür täglich aufs Neue einstehen sollten.

„Es ist ein Tag voller Trauer, aber auch ein Tag, der uns an die Verpflichtung erinnert, im Namen des Friedens zu sprechen und zu handeln, damit die Toten nicht ganz umsonst ihr Leben lassen mussten“, so Karl-Heinz Jahn Vorsitzender des VdK Ortsverband Schweinheim/Gailbach in seinem Schlusswort. Er erinnerte, dass auch bis heute – 80 Jahre nach Kriegsbeginn –noch nicht alle Wunden verheilt seien. Diese tiefen Wunden für die Länder, die am zweiten Weltkrieg beteiligt waren, soll eine Mahnung und Auftrag an die nachfolgenden Generationen sein, führte er weiter aus.

Und gerade die jüngere Generation war an diesem Tag am Ehrenmal des Schweinheimer Friedhof stark versammelt und gestaltete die Musikalische Begleitung. Der junge Trompeter, Lous Becker von den March Mellows und der Jugendchor der St. Gertrud, rahmten die Veranstaltung.

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