Aktion „Schweinheim hilft Schweinheim“ weitet sich aus.

29. Oktober 2021

Lieber Karl-Heinz, wie läuft beim VdK das Vereinsleben in der Pandemie?

Der VdK ein kleines Wort mit großer Bedeutung mit 2,1 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Unsere Vereinstätigkeit ist kaum vergleichbar mit anderen Vereinen, denn die Haupttätigkeit findet überwiegend auf dem Papier und am Schreibtisch im Kampf um die soziale Gerechtigkeit statt. An den immer länger werdenden Terminlisten in unseren Beratungsstellen lässt sich erkennen, dass seit Corona die Not der Hilfesuchenden noch stärker geworden ist.

Welche Aufgaben hat der Ortsverband?

Wir sind ein kleiner Teil der großen Solidargemeinschaft. Unser Aufgabenbereich umfasst unter anderem die Mitgliederwerbung, die Mitgliederbindung, die Betreuung und das gesellschaftliche Miteinander zu fördern und zu pflegen. Hilfestellung auf Fragen zu leisten, wo und wie man Hilfe bei sozialrechtlichen Angelegenheiten bekommt.

Wie wirkt sich die Pandemie auf die Mitgliederzahlen aus?

Der Mitgliederzuwachs in unserem Ortsverband ist nach wie vor steigend. Wir haben jährlich ca. 30 Austritte und Sterbefälle. Bisher überwiegen die Neueintritte, sodass wir im Bestand über 1000 Mitglieder halten.

Wie ist eure finanzielle Situation?

Hier haben wir gegenüber vielen anderen Vereinen den großen Vorteil, dass bei uns im Ortsverband weder Pacht Mieten für Räumlichkeiten oder Nebenkosten anfallen. Für die Ausgaben, die wir zum Beispiel für Jubiläums- und Geburtstagspräsente oder sonstige Zuschüsse an Mitglieder haben, erhalten wir pro Mitglied einen kleinen Anteil vom Beitrag und haben keinen finanziellen Engpass.

Wie haltet ihr Kontakt zu den Mitgliedern?

Wichtige Kontakte sind für unsere Senioren die persönlichen Geburtstagsglückwünsche mit Überreichung von kleinen Präsenten. Dies alles wurde jetzt überwiegend schriftlich und telefonisch und mit Abstand getätigt. Auch mit Infos per Rundmail und über unserer Homepage halten wir Kontakt. Dies wird stark angenommen, was die gestiegenen Besucherzahlen auf unserer Website zeigt.

Wie geht es bei euch weiter?

Unabhängig davon, wie und wann es weiter geht, „wir sind guter Hoffnung“ und haben deshalb am Jahreswechsel an alle Mitglieder ein Jahresprogramm in Kurzform verteilt mit dem Hinweis, dass wir über Änderungen über unsere bekannten Medien informieren.

Der Vereinsring hatte Anfang August die Hilfsaktion „Schweinheim hilft Schweinheim“ ins Leben gerufen. Damit ist der Ort Schweinheim bei Euskirchen, der von der Hochwasserkatastrophe im Juli sehr stark betroffen war, gemeint. Diese Spendenaktion hat sich zu einer regelrechten Unterstützungswelle entwickelt. Neben den bisher eingegangenen Spenden über 18.000€, fanden weitere Aktivitäten, wie ein Benefizkonzert, Werkzeugtransporte, Übergabe von Kindersüßigkeitspakete und viele andere Aktivitäten statt. Auch die Stadtwerke Aschaffenburg hat sich beteiligt. So wurden von einer Delegation von vier Personen zwei Wochen vor Ort Gasanschlüsse und Gasinneninstallationen vorgenommen. Dabei waren Netzmeister Ingo Sahl und die drei Rohrnetzmonteure Daniel Kowalzyk, Christian Rothenbücher und Jannik Reitz. Der Vereinsring Schweinheim hatte auch auf dem Schwoijer Bockbierfest der Schwindbrauerei intensive mitgewirkt. Betroffene Gäste aus dem Flutgebiet waren zur Jahreshauptversammlung und dem Bockbierfest eingeladen.

Daniel Kowalzyk und Ingo Sahl bei der Arbeit im Katastrophengebiet

So stach der Vorsitzende Eric Leiderer das Spendenfass mit drei Schläge an. Für jedes getrunkene Bier gingen 20 Cent an die Flutopfer. Zahlreiche Vereinsvertreter waren vor Ort und unterstützten die Aktion. Dank der Tatkraft ist ein ordentlicher Betrag von 350€ zusammengekommen. Der Vorstand des Vereinsring-Schweinheim bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützer.

Eric Leiderer schägt das Benefiz-Bierfass an

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Eric Leiderer, Vereinsringsvorsitzender

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